Den richtigen Babysitter zu finden braucht Zeit. Wenn du ein gutes Vorstellungsgespräch geführt hast (hier findest du 10 wichtige Fragen, die du deinem Babysitter stellen solltest) und das Gefühl hast, den richtigen gefunden zu haben, ist die Versuchung groß, direkt loszulegen. Aber bevor du deine Entscheidung triffst, gibt es einen Schritt, den du nie überspringen solltest: die Überprüfung von Referenzen. Referenzen sind eine der zuverlässigsten Möglichkeiten herauszufinden, wen du wirklich einstellen möchtest. Und das Gute ist: Wenn du deinen Babysitter über Sitly gefunden hast, ist ein Teil der Arbeit bereits erledigt – Bewertungen anderer Eltern sind direkt auf den Profilen sichtbar. 

Referenzen auf Sitly: deine erste Verifikationsebene

Bevor du zum Handy greifst, schau dir das Sitly-Profil des Babysitters genau an. Bewertungen anderer Eltern geben dir ein echtes Bild davon, wie zufrieden sie mit dem Sitter waren. Bitte den Babysitter um die Kontaktdaten dieser Familien, damit sie dir direkt mehr über die Zusammenarbeit, Kommunikation und den Umgang mit den Kindern erzählen können.

Da Sitly dich mit Babysittern in deiner Nähe verbindet, ist die Chance groß, dass ihr dasselbe Viertel, dieselbe Schule oder gemeinsame Bekannte teilt. Der Babysitter ist in dem Fall vielleicht kein völliger Fremder – und das macht einen Unterschied. Lokale Verbindungen bieten eine informelle, aber echte Sicherheit, die du bei jemandem, der weiter weg wohnt, einfach nicht bekommst.

Zwei bewerungen von Eltern

Was, wenn der Babysitter keine Referenzen hat?

Wenn der Babysitter jung ist und das der erste Babysitting-Job ist, ist das völlig normal. Schreib ihn nicht direkt ab. Bitte stattdessen um den Kontakt von jemandem, der etwas über den Charakter und die Zuverlässigkeit sagen kann: z. B. ein früherer Arbeitgeber, der mehr über das Verantwortungsbewusstsein berichten kann, oder ein Lehrer oder Mentor.

Nimm dir dann etwas mehr Zeit für das Vorstellungsgespräch und vereinbare evtl. einen Probetag bei dir zu Hause, bevor du den Babysitter allein mit den Kindern lässt.

Wenn der Babysitter aber bereits Erfahrung hat, sieht die Sache anders aus. Jemand mit echter Erfahrung sollte mindestens eine oder zwei Familien haben, die gerne für sie bürgen. Wenn der Babysitter niemanden nennen kann, lohnt es sich zu fragen, warum und genau auf die Antwort zu achten.

Wann solltest du nach Referenzen fragen?

Frag am Ende des Vorstellungsgesprächs nach Referenzen und nicht erst, wenn du dich bereits entschieden hast.

Warum erst am Ende? Weil die Überprüfung von Referenzen am nützlichsten ist, wenn du sie mit dem abgleichen kannst, was der Babysitter dir erzählt hat. Hat er behauptet, zwei Jahre lang für eine Familie gearbeitet zu haben? Dass er in Notfällen gut reagiert? Dass die Kinder ihn geliebt haben? Die Prüfung von Referenzen ist deine Gelegenheit, das alles zu verifizieren.

Fragst du zu früh, gehst du blind rein. Fragst du zu spät, hast du bereits entschieden und suchst nicht mehr nach Information, sondern nach Bestätigung.

Wer sollte Referenzen geben?

Die nützlichsten Referenzen kommen von Familien, für die der Babysitter bereits gearbeitet hat. Sie können direkt darüber berichten, wie er sich mit den Kindern verhalten hat, wie er mit unerwarteten Situationen umgeht und ob sie ihn wieder einstellen würden.

Nicht alle Referenzen haben die gleiche Gewichtung. Eine Familie, die denselben Babysitter jede Woche ein Jahr lang genutzt hat, hat ihn in allen möglichen Situationen erlebt – an müden Abenden, bei schwierigen Schlafenszeiten und bei dem einen oder anderen kleinen Krisenmoment. Eine Familie hingegen, die den Babysitter gelegentlich an einem Samstagabend eingestellt hat, hat ein viel eingeschränkteres Bild. Beide Perspektiven können hilfreich sein, aber wenn du mit Referenzen sprichst, lohnt es sich zu fragen, wie oft und wie lange sie zusammengearbeitet haben. Je regelmäßiger und langfristiger die Erfahrung war, desto verlässlicher ist die Referenz.

Was, wenn die Referenz von einem Familienmitglied kommt?

Eine Referenz von einer Cousine oder einer Tante ist nicht automatisch wertlos, muss aber anders gelesen werden.

Familienmitglieder sprechen tendenziell in allgemeinen Begriffen: “Er geht ganz toll mit Kindern um” oder “Alle lieben ihn.” Das ist herzlich, sagt aber nicht viel. Was du suchst, ist Konkretheit: Wie hat er reagiert, als ein Kind einen Wutanfall hatte? Was hat er getan, als sich eines der Kinder verletzt hat?

Wenn die einzigen verfügbaren Referenzen von Familienmitgliedern stammen, versuche noch mindestens einen externen Kontakt zu finden – zum Beispiel von einem früheren Arbeitgeber, einem Lehrer oder anderen Eltern

So prüfst du Referenzen eines Babysitters

Sobald du den Namen der Person hast, die du anrufen möchtest, lohnt es sich, kurz einen Blick auf ihr Social Media Profil zu werfen. Schau z. B., ob ihr gemeinsame Bekannte habt. Manchmal zeigt ein kurzer Blick, dass ihr gemeinsame Freunde habt oder im selben Viertel wohnt. Das verwandelt eine fremde Person sofort in eine vertrauenswürdige Quelle.

Eine Referenz anzurufen kann sich etwas unangenehm anfühlen – besonders wenn du nicht sicher bist, was du sagen sollst. Aber die meisten Eltern am anderen Ende der Leitung verstehen das vollkommen. Sie waren nämlich mal genau in deiner Situation. Halte es kurz, freundlich und direkt. Du könntest etwa so beginnen:

“Hallo, mein Name ist [Name]. [Name des Babysitters] hat Sie als Referenz angegeben. Hätten Sie ein paar Minuten Zeit, mir von Ihren Erfahrungen mit ihm zu erzählen?”

Höre danach genau zu – nicht nur auf das, was gesagt wird, sondern auch darauf, wie es gesagt wird. Eine begeisterte Antwort ist ein gutes Zeichen. Zögern, vage Antworten oder eine unangenehme Pause, wenn der Name des Babysitters fällt, sind Signale und Gründe für weitere Klärung.

Hinterlasse am Ende des Gesprächs deine Nummer und frag, ob es noch etwas gibt, das sie ergänzen möchten. Manchmal kommen die aufschlussreichsten Dinge erst, nachdem die offiziellen Fragen beantwortet sind.

Fragen, die du den Referenzen eines Babysitters stellen kannst

Welche Fragen solltest du stellen, wenn du eine Referenz anrufst? Hier sind die wichtigsten:

  • Wie lange hat er für Ihre Familie gearbeitet?
  • Wie alt waren die Kinder, die er betreut hat? Wenn du einen Babysitter für ein Baby suchst, ist es am besten, jemanden mit Erfahrung im Umgang mit Babys zu finden.
  • War er pünktlich und zuverlässig? Hat er jemals kurzfristig abgesagt?
  • Wie hat er schwierige Situationen gemeistert – z. B. ein Kind, das nicht schlafen wollte, eine Verletzung oder ein aufgewühltes Kind?
  • Hat er die Hausregeln und Routinen eingehalten?
  • Warum hat er aufgehört, für Ihre Familie zu arbeiten?
  • Würden Sie ihn auf Basis Ihrer Erfahrung empfehlen?

Diese letzte Frage ist die wichtigste. Die Antwort und die Art, wie sie gegeben wird, sagt fast alles.

Warnsignale bei der Überprüfung eines Babysitters

Die meisten Referenzprüfungen verlaufen reibungslos. Aber diese Zeichen sind es wert, ernst genommen zu werden:

  • Die Referenz ist vage und spricht nur in allgemeinen Begriffen, ohne konkrete Beispiele
  • Es gibt Zögern oder Unbehagen, wenn der Name des Babysitters fällt
  • Die Referenz hat deinen Anruf nicht erwartet und wirkt überrascht, genannt worden zu sein
  • Der Babysitter ist zögerlich, Referenzen zu nennen, oder nennt nur Familienmitglieder
  • Was die Referenz erzählt, stimmt nicht mit dem überein, was der Babysitter dir bisher erzählt hat
  • Er hat Monate oder Jahre Erfahrung, aber keine einzige Referenz vorzuweisen

Eines davon allein bedeutet vielleicht nichts. Mehrere dieser Punkte können aber ein Grund dafür sein, genauer hinzuschauen.

Was solltest du außerdem prüfen?

Referenzen verraten viel über Charakter und Erfahrung. Für eine zusätzliche Sicherheitsebene kannst du den Babysitter auch um ein erweitertes Führungszeugnis bitten. Die meisten Babysitter, die ihre Arbeit ernst nehmen, werden von dieser Bitte nicht überrascht sein.

Wenn du ohnehin bereits die Social Media Profile der Babysitter überprüfst, um gemeinsame Bekannte zu finden, lohnt es sich auch, einen kurzen Blick auf ihr allgemeines Profil und ihre Beiträge zu werfen. Es geht nicht darum, ihr Privatleben zu beurteilen – du solltest dir einfach ein umfassendes Bild davon machen, wer er ist. Achte auf alles, was sich seltsam anfühlen würde bei jemandem, der deine Kinder betreut. In den meisten Fällen wirst du nichts Bedenkliches finden. Aber es dauert nur fünf Minuten und ist die Zeit wert.

Referenzen geben dir ein klareres, vollständigeres Bild davon, wen du in dein Zuhause einlädst. Nutze sie gut, stelle die richtigen Fragen und vertraue auf das, was du hörst. Auch der Stille.